Montag, 5. November 2018

Geile Zeit

"Und ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit und ey, es tut mir leid, es ist vorbei."
Denn ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit, doch noch ist es nicht ganz so weit zum Abschied nehmen und bye bye sagen, den Kopf noch voller Fragen, bereit, den nächsten Schritt zu wagen, auf ins nächste Abenteuer starten, nicht nur warten, wann der nächste Programmpunkt kommt."
"Und ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit und ey, es tut mir leid, es ist vorbei."
Denn ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit gefüllt mit Lachen, Tränen, Herzchenaugen, ganz viel Glauben, an dich, an mich, an uns, an Gott. Fragen, die tief in die Materie gehen, mal kapieren, wo wir stehen, das Leben in vollen Zügen genießen, fließend schreitet fort die Uhr, doch nur, weil hier so viel passiert.
"Und ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit und ey, es tut mir leid, es ist vorbei."
Denn ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit, den Kopf voll Bilder wilder Tage, langer Nächte, verbrächte diese Zeit nirgends lieber als mit euch an meiner Seite, mit euch bei mir, dieses richtige Gefühl von wir, nur mal hier sein, im Jetzt und ganz genau, nicht zugleich an tausend Orten, Worten, die das Herz erfüllen und die Erinnerung wird stark.
"Und ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit und ey, es tut mir leid, es ist vorbei."
Denn ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit mit schiefen Tönen, Tanzeinlagen, ganz nettem Essen und einigen Klagen, blanken Nerven und wenig Schlaf, doch brav wieder in der Andacht sitzen, randgefüllt mit schlechten Witzen, Wanderungen im dunklen Wald, Musik, die durch die Räume schallt und falls du mich fragst: So klingt eine Woche voller Leben.
"Und ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit und ey, es tut mir leid, es ist vorbei."
Denn ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit und nun ist es soweit mal danke zu sagen, laut und klar, denn es ist wahr, ohne genau euch würde was fehlen. Danke fürs durch Besprechungen quälen, wählen, sich dafür entscheiden, freiwillig hier was zu tun. Danke für jedes Lachen, danke für das Tun und Machen, davor und jetzt und hier und während und natürlich auch spontan mitten in diesem Wahn, der sich Konficamp und Teamerliebe nennt.
"Und ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit und ey, es tut mir leid, es ist vorbei."
Denn ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit, denn das hier, das ist was, das bleibt, das hier schützt vor Einsamkeit, mit lieben Menschen vereint, die sagen: "Ich versteh schon, was dein Weinen meint." und wenn die Trauer in dein Hirn sich frisst: "Ich hab mal realisiert, was für ein toller Mensch du bist." und wird die Angst dann richtig groß: "Also, mich wirst du nicht mehr los."
"Und ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit und ey, es tut mir leid, es ist vorbei."
Denn ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit, also macht euch bereit, denn kaum sind wir so richtig hier, endlich wirklich angekommen, ist die Zeit auch schon verronnen, haben richtig rumgesponnen und begonnen in Hashtags zu denken, nicht beschämt das Haupt zu senken, wenn mal wieder alle peinlich sind und ganz geschwind ist all das ein Teil von dir.
Und egal, wie viel ich sage, welche Worte ich auf der Zunge habe, wird es doch nie dem gerecht, was ich im Herzen trage. Ein Küsschen aufs Nüsschen und ganz viele Liebe für euch.

Donnerstag, 20. September 2018

Fairy lights

Blinding lights
Dancing on the water
The city smiling
With a grin of holy madness
The music only for your ears
The world's a house
Of fury lights and fairy dreams
Heartwrecking coldness
Your face imprisoned in my mind
Slow breath, slow burn
Inhale the fragrance
Can't spot the difference
Can't spot the halo
The smooth and calming
Heartbeat of the depths
Happiness of the light headed
Too damn light hearted
A darkness with freckles
Soft stone cushions
I'm not sorry
With my legs shaking
And me head filled with
Photographs of the forgotten
And all my friends are far away
Spinning to their own little melodies
Closing doors
Keep it close
And keep on your clothes
Frozen night skies
Frozen nights
What a nightmare
This is my muse
And we're falling apart
Talking up late
And I like the sparkles
Light up your face
In my favourite place
And the sweet sweet sound
Of my moon and stars
In the shadows of the past
Past midnight
These streets are alive
Stumbling over my good mood
Read me a lullaby
And please don't forget me
Like all the pretty flowers
In the backyard
I can't find the words
To say what you mean to me
Or what comes to my mind
When I see you again
Endless summer nights
With white wine
And red lipstick stains
Borrow my time
Steal my thoughts
And stay with me
Here and now
And all the time being

Montag, 25. Juni 2018

Wieder


Will die Stille, will die Gedanken nicht mehr tragen, nicht mehr ertragen,
die mich Tag und Nacht belasten, mir den Schlaf, den Atem rauben,
mich glauben lassen, dass die Dunkelheit mehr Freund ist als jedes
Lebewesen je gewesen sein kann. Wähnte mich in Sicherheit, so lang,
so vertraut, so viel Sonnenschein, doch weine nun wieder einsame Tränen.
Den Wunsch nach Schmerz, so tief verborgen, kein Verlangen mehr nach
Morgen, die Nacht, die Schatten sind mein Reich. Kehre zurück in bekannte
Bahnen voller Angst, voller Trauer, mauer mich ein und lasse keine Tür zur Welt.
Kann mich selbst nicht sehen, nicht mehr leiden. Der Druck auf der Brust,
die langen Klauen um mein Herz, die Eiseskälte in mir drin, gewinnen mich
zurück und ziehen mich hinab. Ein Wrack, wie ausgehöhlt, will nur vergessen,
will nur schlafen, das Traumland ein sicherer Hafen, versteckt vor der Welt,
vor den Augen, vor den Fragen, plagt mich doch jedes gut gemeinte Wort und
jedes Lachen. Die Versuche zu betäuben, sträube mich gegen jede Hilfe und
will doch nicht allein sein. Wie Gegenpole, die mich zerreißen, sich in mich beißen,
kann nicht entkommen. Der Schwindel packt mich, lässt mich wanken
und lässt mich erlahmen. Der blanke Wahnsinn will sich meiner ermächtigen,
sieht mich nackt und entzerrt die Maske Glücklichkeit. Weiß weder ein noch aus,
kenn kein oben, kein unten und treibe im Nichts, in Watte gehüllt,
der Nebel im Kopf und Klingen scharf. Und es ist zu viel, es wird zu viel,
kann nicht mehr reagieren, kann nicht mehr klar denken, kann nicht mehr ich sein.
Darf ich aufgeben?

Freitag, 9. März 2018

Schall und Rauch

Überall Wände in den Ländereien, selbst geradeaus birgt tausend Ecken, verstecken ist doch keine Option, beobachtet, betrachtet, verfolgt von roten Augen, gebleckten Zähnen und das hämische Lachen im Chor erklingt, singt ein Lied aus Angst und Verzweiflung, Furcht und Tränen. Keine Maske, keine Täuschung, nur Enttäuschung zeichnen Furchen tief und schwarze Spuren in den Spiegel, liegend lachend in Lachen aus schwarzem Blut und Gift für die Sinne, Spinnenfäden, die den Atem nehmen, brennen bitter, ritterlich doch noch röcheln, aber es ist kein Platz für Hoffnung im Käfig aus Lügen, im Netz aus Dornen, Zorn und Kälte. Älter werden nur in Gedanken, Ranken halten, bald schon bald, wie Rotkäppchen im Wolfspelz, vergisst die Uhr sich selbst und Zeit spielt keine Rolle mehr. Leer und leerer, ein Schauspiel voller Tragik, voller Freude, voller Verlust und Lust zu sterben. Narben unter dicken Schichten, Licht scheint nur am Ende des Tunnels. Rustikal und antik, verstaubt und verstummt, keine Taste erklingt, kein Ton verstummt, Schreie hallen an nackten Tapeten, fallender Putz, knarren und knirschen, doch kein Fenster, keine Tür. Gefangen und immer wieder gefangen und immer wieder gefangen und immer wieder gefangen.
Und doch wieder kein Ausweg. Durch Rauch und Nebel, keine Hand vor Augen, keine führende Hand, am Rande des Wahnsinns und so allein, kein zweites Sein, nur leere Hüllen voller Gram, langsam ersticken an Worten im schönen Kleid, rausgeputzte Worte von der Sorte Hass und Abscheu. Die Beine versagen, erlagen dem Sumpf der Biester und Bestien, Reste von Verstand versinken und langsam trägt das Echo auch das letzte Lachen fort.