Sonntag, 9. Dezember 2012

3 Millionen Schatten.

Bring meine Gedanken zum Verstummen, oh mach, das sie endlich leise sind! Sie zerren, sie reißen, entstellen mich. Ich kann nicht denken, kann nicht atmen. Mein Leben in Ketten, mein Denken gefesselt. Oh wie, oh wie soll ich frei sein zu fühlen, gar zu lieben? Wenn doch sind diese Gedanken, die mich ziehen in Tiefen, nie geahnt, dunkel und kalt von Fragen und Zweifeln. Sie strecken, lecken sich ihre Finger nach mir, nach jedem Tropfen Wärme, Glück, Hoffnung. Seelenräuber, jeder ihrer. In meinen Ohren, taub von Unglauben, hallt nach das kläglich Lachen. In meinen Augen, blind vor Wut, wirft zurück sich schrecklich Fratze, ganz und gar entstellt von jedem Fetzen Realität, dem Zwang des Echt-Seins. Diese Maske, diese Wahrheit, klagend ziert das Angesicht. Wessen? Wessen? Euer aller! Keiner bleibt hier ganz allein unter den Milliarden. Doch warum, wieso fühl ich's mich dann?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen