Sonntag, 30. November 2014

Mattschwarz

Es wetzt die Krallen,
Schärft die Klauen,
Zerreißt, zerbeißt die Hoffnung.
Lässt Herz und Seele flimmern
Und die Tränenspuren schimmern.
In Finsternis, so dicht und schwarz
Kein Morgen zu erkennen.
Ein Schmerz - mein Schmerz
Tief im Innern erblüht,
Schafft die Kälte,
Lässt mich zittern.
Die Übelkeit der Emotionen,
Gebrochen treibt die Illusion.
Rote Augen sprühen Funken,
Wo das Ziel verloren scheint.
Jeder Atemzug ein Rasseln,
Falter senken matt ihr Haupt.
Und die Dornenranken wuchern,
Sperren ein, kerkern ein
Verstand und die gesamte Ordnung.
Feucht und klamm -
Das Glück vermodert.
Die Arroganz in ihren Augen
Lässt gefrieren, fesselt's Stieren,
Augenblicke in der Hölle.
Will mich quälen, foltern,
Lässt mich spucken, schlucken,
Um's Bewusstsein ringen.
Wie Schnee in der Dunkelheit,
Zärtlich, gar fast liebevoll und sacht
Geht hernieder bis zum Boden,
So ruhig und heimlich wird aus
"Blass färben" ein "Still sterben".
Liebkost die Hand, das Aug, das Herz,
Vergiftet, kühlt, trübt und spült fort,
Erbost die Menge,
Jene Wärme von zuvor.
Nur Sekunden, diese Stunden,
Bahnt sich Kreise, zieht die Runden
Im stummschwarzen Tief,
Im düster Käfig ganz allein.
Der Trotz erstickt im Keim,
Die Flammen gelöscht und
Verkohlt und ausgebrannt,
Überrannt bleibt die Asche liegen,
Schürt Verzweiflung, reine Pein,
Das Korsett aus Leid geschnürt,
Nimmt den Odem und das Sein.
Durch jede Ader fließt nun Nichts,
Das Sehen bleibt geblendet,
Das Sehnen erlischt, verkommt,
Die Welt zieht vorbei.
Doch undurchdringlich Finsternis
Herrscht nur in meinem Kopf.



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