Donnerstag, 29. Dezember 2011

Des Monsters Griff.

Ein Biss, ein Stich,
das Blut im Herzen,
wallend, stockend,
deinem Rhythmus folgend.
Verschwommene Sicht,
nicht in deinem Sinn.
Hoffnungen, klein und zart,
am Regenbogen wartend,
sprechen im Land von Traum und Nebel.
Sein und Echt,
fetzen, reißen,
im Mund der stumme Schrei.
Troff der Hauch aus Herz und Stoff,
Maske verzerrt von Kunstlicht.
Scheinkette, windend, umwunden,
klammert, klettert, 
Verzweiflung statt Atem.
Vernichtung, der Schnitt,
das Kreuz, der Weg.
Im Irrgarten meiner Gefühle,
kein Ein und Aus.
Schlüssel im Herzen,
deiner Kette.
Verloren, vergraben,
in die Stille gebracht.
Mein Leben, die Wüste,
Staub und Sand deines Wassers,
Ruhe deines Temperaments.
Zeitlos im Licht deiner Sorge,
falsches Lächeln,
steck mich nicht an!
Die Lüge ist schön, 
lebhaftes Schattenwesen.
Ohne Hilfe, ohne Geduld,
was machst du aus mir?
Im Kreis drehend,
Springbrunnen voll Blut,
stumpfer Glanz der Haar und Augen.
Und die Hand,
langsam erwachende Blüte
im roten See von Salz,
bleich und schön,
doch vergessen.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Maskerade.

Glänzend, prunkvoll vor stolzieren,
doch stumpf und matt,
nicht mal ein Schimmern.
Oberfläche angerissen,
Wellen schlagen im Gefühl.
Siehst du sie?
Ich seh die Kunst.
Scheinbild, Trugfalle.
Hereingetappt in Dunkelheit.
Der See so tief, der Grund so weit.
Splitterbilder im Gesicht,
Zeichen ohne Wahrheit,
 wie oft, wie viel, wer bist du nun?
Das Maskenspiel,
dein Meisterstück,
doch auf der Bühne,
fremdes Selbst,
Die Phantasie kein Ende kennt.
Der Pfau, der stolz sich präsentiert.
Das kleine Kind, das lachend spielt.
Zwei von tausend,
mitten im Sinn,
die Uhr vergaß zu ticken.
Doch wer bist du?
Du spielst,
vergiss dich nur nicht selbst.
Denn Du und Dich und Dir und Dein,
sollten immer am Wichtigsten sein.
Kopf der Masse,
zerreißen, zerbeißen,
ein Gedanke,
Hetzjagd durch das Nebelland.
Flucht unmöglich,
kein Weg in Sicht,
nur einsam,
die Träne,
mit dem Lächeln im Gesicht.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Stumpf.

Der schwarze Raum,
der Schritte Hall,
es dreht und glänzt,
klar und klirrend,
allein und leer,
im verlassenen Kopf.
Verschlossen im Selbst,
niemand darf sehen,
rote Tränen,
Fesseln der Verzweiflung.
Der Schritt zurück,
auf Flügeln groß,
das Niemandsland,
es wartet,
still, wie zuvor,
leise und sacht,
nur einzeln das Schluchzen.
Und rasselnd die Ketten
schließen erneut.
Versenken das Feuer,
vom Mond überwacht.
Und nur in der Nacht,
wenn die Uhr rückwärts geht,
mein Leben von Neuem erwacht.

Rougegesicht.

Wirbel des Zorns,
im Schein Katzenaugen leuchten,
Glutsand verwehend,
rote Rosenblätter,
Worte des Zorns,
senk dein Gestirn,
reiß heraus
Meisters Zunge und Herz.
Sinnleere Untote,
stechen und rasen,
tobende Kälte,
Kampf im Element.
Hauch von Nichts,
Trostlosigkeit der Tränen.
Flucht des Schleiers von roten Nebelfäden.
Rot schwarz,
rot, schwarz,
Netzgeflecht des Spinnentiers,
gefangen im Gefühl,
gefressen von tauber Rache.
Nur wo?

Sonntag, 18. Dezember 2011

Silberspiegelgoldfaden.

Ich weiß nicht, was du erwartest,
doch du erwartest viel zu viel.

Das alte Lied,
gebückt von Not,

das alte Leid,
stranguliert im Karussel,
Taumeltanz des blinden Munds.
Die Brust verschnürt,
Schillerfarbenwasserfall,
der letzte Blick,
die Unschuld sieht,
doch mit ihr
verlässt mich auch der letzte Stern.
Der Funke der Vernichtung,
erfüllend in meinem Sein,
frisst und zehrt,
die Wunde klafft,
es starrt das Loch,
der Qualm aus jeder Öffnung zieht.
Im Rascheln, dem letzten,
rote Perlen sich vernetzen
im Meer aus Salz.
Nebel in jedem Auge,
doch alles wird stumm,
im Schwarz hört meine Welt auf.

... Und deine beginnt.