Dienstag, 24. Oktober 2017
Findelkind und Gauklersohn
Findelkind und Gauklersohn, schon der Teufel in Person, demaskierst dich nur zum Schein und bleibst die Unruhe vorm Sturm. Das Ohngesicht der Menge, facettenreich in grau und Schatten, eine Ratte unter Blumen, ein Ungeheuer wohl getarnt. Wieso glauben, wieso trauen, wieso lieben? Distanz in der Nähe, umnachtet von Nebelschwaden, unfassbar, ungreifbar, ungenau und rauen Herzens, gefürchtet und verachtet. Der Gedanke an Rache so tief ins Selbst gebrannt, bist nicht die Rose selbst, sondern ihr Dorn, so voller Zorn und trachtend nach der Unversehrtheit, nach der Reinheit, willst verderben, ersterben sehen, nicht mit ihnen gehen, aber führen, ins Leid und in den Untergang, Abgesang, ein Bund mit der Hölle ist die Liebe zu dir. Schon in den Augen zeichnet sich dein Hass, eingefasst von Lügen in blau. Jede Erwartung enttäuscht, jeder Kontakt in Trümmern, jede Regung zerstört, kannst es nicht ertragen, ragst nur empor, stichst nur heraus in Finsternis. Zartbitter spielst du Mensch als Akt der Täuschung, füllst die Rolle doch nie aus, ein Wolf im Schafspelz, ein Psychopath unter uns. Und meint man dich zu kennen, trennst du dich lachend von dem Spiel und verlässt dich, baust auf naive, blinde Augen, trickst und wirrst den Rest der Welt. Genug Intelligenz, doch kein wahres Gefühl, du Betrüger und Verräter, du Wechselbalg und Wanderer, du Männlein ohne Emotion, du Findelkind und Gauklersohn.
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