Montag, 22. August 2011

Ja, es geht mir gut.


Salzwasser rinnt in Sturzbächen das Gesicht hinab.
Jeder Tropfen wie eine Perle.
Schimmernd und glänzend, wunderschön.
Perle für Perle dem Boden entgegen.
Fallen gelassen, fallen gelassen wie ich.
Dem Boden entgegen und ihm doch kein Stück näher kommen.
Fallen und fallen und fallen.
Kein Ende in Sicht, in der Schwebe leben und kein Gespür für das was kommt.
Im Sprung vergessen.
Schreien, doch von niemandem gehört werden.
Fluchen, doch keine Reaktion erwarten.
Kämpfen und doch keine Hoffnung mehr haben.
Am Boden das Meer der Trauer, der zerstörten Hoffnung und inmitten die Insel aus Maske und Ignoranz.
Lachen und es doch nie so meinen.
Gern stumm wie ein Fisch wär ich - niemand würde ein Wort erwarten.
Eine Lüge nach der anderen verlassen den Mund.
Lasst mich stumm und ich bleibe bei der Wahrheit.
Das Leben fristen, das Dasein abwarten.
Schmeißt Steine in mein Gesicht, mitten auf die Maske aus Glas und merkt nicht, wie sie rissig wird.
Splittert, seht nicht das wahre Gesicht unter allem.
Die nie versiegenden Tränen in den Augen.
Tropf, tropf.
Perle für Perle am Boden zerschellt.
Das nie enden wollende Schauspiel, meine Rolle als ich.
Ignorierter Schmerz, ihr sollt gewohntes sehen.
Niemand darf sich Sorgen machen, niemand darf merken, wie es ist.
Geht euren Weg, ich bleibe hier.
Der Boden verschluckt mich. 
Füße vergraben, Kopf im Sand.
Die Perlen.
Um mich herum verschwimmt alles.
Rot glänzende Perlen.
Die schönsten Perlen.
Sie strahlen richtig. 
Wut, Aggression, Verzweiflung, Liebe, Trauer, Schmerz.
Rote Gefühle.
Immer rot. Immer und immer wieder rot.
Bis das schwarz mich erreicht.
Der Schlummer, den ich erwartete.
Am Rand liegen bleiben.
Schemen, die vorbeiziehen, die gekrümmte Gestalt am Boden nicht beachten.
Ja, es geht mir gut.

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