Donnerstag, 1. September 2011

Verblüht.

Den Dolch im Herzen steckend - regungslos verharrend, in der Starre lebend erträglich. Doch du packst ihn und drehst in herum, zerfetzt, zerreißt die Reste der kläglichen Fetzen, die einmal meine Brust waren, den letzten Schutzpanzer meines Herzens.
Und irgendwann schaff ich es, lehn mich auf gegen diese Fessel und zieh mir den Dolch selbst aus der Brust. Nur dann bekommst du ihn zu spüren. Na, freust du dich schon?
Stirb, ertrink in deinem Blut, hauch dein Leben aus. Du bist viel schöner als leblose Puppe, die von der Decke baumelt, in der Schwebe.
Glassplitter, blutgetränkt, rote glitzernde Tropfen, um dich herum glitzert und glänzt, tanzt die Sonne, leckt über dein bleiches Gesicht.
Du wolltest nicht, du wolltest nicht, aber ich wollte. Nun kannst du nicht mehr, ich hab es getan, vorbei, vorbei, nun bist du endlich fort.
Wie du so mit verdrehten Gliedern am Boden liegst, gekrümmt, und das Getier deinen reglosen Körper erforscht, ist es aus mit deiner Schönheit.
Ja. Ja. Genau so bist du. Wie eine verblühte Rose. Du warst einmal.
Und genau so werde auch ich bald aussehen. Mit verrenkten Gliedern sinnlos unter Erde begraben und kein Funken Leben mehr in mir. Dann bin ich genau wie du. Verblüht. Niemals die Rose, niemals so schön, selbst im Tod dein Antlitz, reizend, aber doch ähnlich. Verblüht.

2 Kommentare:

  1. Ich mag das irgendwie. Auch wenn es etwas Blutrünstiges, Dunkles und na ja, Seltsames an sich hat. Ich mag diesen Post - wie alle anderen auf dieser Siete auch - einfach weil sie gut formuliert sind. Natürlich ist es umso schwerer einen Beitrag objektiv zu bewerten, wenn man den Autoren persönlich kennt und daher immer versucht zu erkennen, was der jenige ebim Schreiben bezwecken wollte. Aber das beachte ich mal kurz nicht. ;)

    Ich mag das hier. Auch wenn ich finde, es klingt noch ein wenig "unfertig". Da sind Gedankensprünge drin, die mich verwirren (haha), die das Verständnis des Werkes schwerer machen.
    Bei "Niemals die Rose, niemals so schön, selbst im Tod dein Antlitz, reizend, aber doch ähnlich. Verblüht." ist sogar in einem Satz dieser komische Bruch, der - na ja.. Komisch klingt. Aber vielleicht ist es ja auch so gewollt und ich bin einfach ein Kunstbanause. Vielleicht soll man es gar nicht wirklich verstehen. ;)

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  2. So bin ich eben, das weißt du doch.
    Danke (:
    Naja, immerhin etwas gehts ja ;D


    Ich verstehe was du meinst. Aber weißt du, wenn ich es ausformuliere, ist alles gesagt. Es bietet keinen Raum für INterpretation und regt nicht selbst zum nachdenken an. Das würde es viel langweiliger machen, glaub mir!
    Und es sind keine Brüche.
    Stell es dir so vor:
    Ich schreibe einen Satz und du verstehst ihn ja vollkommen. An schließt sich ein weiterer Satz. Auch verständlich.
    Nehme ich nun teile dieser Sätze weg, füge Abschnitte zusammen, sind die Zusammenhänge nicht sofort erkenntlich - aber da! Es ist kein bruch so gesehen.

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