Dienstag, 29. Mai 2012

In meinem Kopf.

Wo niemand fragt und niemand sieht, an diesem Ort lebt's sich allein. Im Kampf gegen Schatten versagt das Herz nur allzu schnell. Und vermisst wird nur der Sonnenschein. Im Tränenmeer kannst Bahnen ziehen, mit Blut auf Haut Geschichten schreiben. Der Spiegel aus Fieber und Wahn anderer zeigt dir dich, nur nicht genau. Im Höllenschlund lässt's sich gut träumen, die Realität wär viel zu viel. Schwarz auf Rot auf Grau in Braun, trist wird hier gefristet. Missgestaltet wandeln, ohne Zutun, Körper ohne Geist. Schwarzes Laub vom schwarzen Baum den Boden hier bedeckt. Und raschelt es, wenn über es, Haut und Knochen - kein Gesicht - ihren Weg sich Bahnen, wie das Gewürm in diesen Venen. Ohne Augen, ohne Herz, lebend bist du hier verloren. Köpfe rollen, Arme fallen, Knochen schwingen hin und her. Und über allem, schwarze Engel, verrichten missgestimmt ihr Werk. Lauf! Sobald sie dich erblicken, wird jede Freude dir verwehrt. Gefangen zwischen Nichts und Tod, fristest fort allein dein Dasein. Auf ewig.

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