Willst du mir wirklich erzählen, wie es war? Wie es sein kann? Hast du nicht schon genug zerstört?
Im Trümmerfeld stehst du schmunzelnd mit dem Hammer in der Hand - deine Tränen erkenne ich nicht. Bin geblendet von den meinen. Verschwommenes Sichtfeld. Augen aufreißen, doch den Blick verschließen. Ich schreie und es kommt doch nichts an. Stumm wie ein Fisch. Im Selbsthass ertrinken. Meine Stütze, sie fehlt. Das offene Ohr lief davon - vor mir, vor meinen Problemen. Behalte alles in mir - wie lang halt ich das aus? Meine Tränen rinnen stumm, wie gern würd ich ihnen Gehör verschaffen. Wie nebensächlich sie wurden. Eure Person, oh Hochgnaden, darf man Sie noch ansprechen? Erheb dich nicht über mich, stellst dich quer zu deinen Lehren. Lehren, dein Wort wie Holz. Stumpf und dumm. Sinnlos, wie die Sandwolke, die meine Beine umweht, sich in meine Haare setzt und mir die Sicht verklebt. Das davonwehende Tuch, mein letzter Schutz. Der letzte Schluck Leben, dir anvertraut, in deinen Händen Verschwendung. Gift in meinen Adern, von dir gesät. Ernte es, ich bin zu schwach. Ich kann nicht mehr, mein Arm wird taub, mein Herz setzt aus. Die fließende Bewegung, der in den Staub fallenden Puppe. Dieb, gib mir mein Fühlen zurück. Dieb, gib mir mein Leben zurück. Ich will es ohne dich versuchen, kosten, mit dem Wasser meine Lippen benetzen und nun dich in diesem Staub hilflos zurücklassen. Denn, wie du mir, so ich dir.
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