Montag, 31. Januar 2011

Hass.

Hass, Hass, Hass.
 Hassen und gehasst werden.
Ich glaube, irgendwann besteht mein Leben aus nichts anderem mehr.

Sonntag, 30. Januar 2011

Beschreibung meiner Selbst.

Es gibt so viele Worte um einen Menschen zu beschreiben. Verrückt, offen, verschlossen, launisch, zickig, glücklich, ...
Doch egal wie viele ich verwenden würde, egal wie ich sie kombinieren würde, ich würde es nie schaffen hier ein Bild meiner selbst zu erschaffen.
Entweder ihr lernt mich in meiner Ganzheit kennen, mit all meinen Eigenarten, und könnt mir dann sagen wie ich bin, oder ihr lasst es bleiben und verlasst euch auf fünf Worte, die euch ein vollkommen falsches Bild von mir vermitteln werden.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Taken away.

Ich warte auf dich.
Ich warte genau hier.
Schon immer. Für immer.
Bis du kommst, zu mir.
Du hast mir gesagt, du kommst.
Ich glaube nicht, dass du lügst.
Ich hoffe nicht, dass du lügst.
Du kannst mich nicht alleine lassen.
Denn ich brauche dich.
Also werde ich warten.
Und dich nicht vergessen.
Ich werde meine Erinnerungen in meinem Herzen behalten.
Deine letzten Worte.
Wenn ich mich an diese Zeit erinnere,
kommen die Tränen wieder.
Denn wenn ich an deine letzten Worte denke, weiß ich, du wirst nie zurückkehren.
Auch wenn ich für immer warte.
Denn du bist an einem Ort,
von dem du nicht zurückkehren kannst.
Ein Ort, an den jeder früher oder später gehen muss.
Du hast diese Welt verlassen.
Mich verlassen.
Mich in dieser Welt allein gelassen.
Du warst krank.
Sehr krank.
Und es tat mir weh, dich so zu sehen.
So ist es doch gut, das du weg bist.
Keine Qual mehr, kein Leid.
So kannst du den Schmerz nicht mehr spüren.
Den Schmerz, den ich zu fühlen habe, weil du weg bist.
Ich fühle mich so allein.
Ich bin so traurig.
Und es tut so weh.
Aber ich habe zu verstehen,  dass du nicht zurückkommen kannst.
Denn... du bist tot.



28.02.2005 13:10 Uhr.
Ich vermisse dich.
v.v

Schrecklichkeiten.

Wenn ich in deine Augen sehe, sehe ich alles, was ich brauche.
Denn alles was ich brauche bist du.
Dein Lächeln, dein Lachen, deine Liebe, deine Tränen.
Aber alles, was ich niemals bekommen werde, bist ebenfalls du.
Ich brauche dich, ich liebe dich, ich möchte von dir in den arm genommen werden.
Aber ich weiß, dass ist alles ein Traum.
Ein Traum, der niemals wahr werden wird.
Ich weiß es, denn mein gebrochenes Herz erzählt es mir.
Wenn du nicht in meiner Nähe bist, vermisse ich dich.
Aber du bist in den Armen eines anderen Mädchens.
Mein Herz hört auf zu schlagen.
Meine Zeit steht still.
Mein Atem setzt aus.
Ich vergesse alles.
Alles was ich spüre, ist Schmerz.
Unendlicher Schmerz, den ich niemals zuvor spürte.
Denn ich weiß,
game over.
Ich habe alles verloren.
und dich.


Uuuuuuuuuuuuuuuuuuralt :D

Unknown and already alone.

Somewhere between these lines, you will find a girl, who doesn't know how to smile.
A girl, who loves, but won't be loved by anyone.
Who laugha, when she doesn't want to cry anymore.
Who's telling of luck, fun and love in this live, when her pain hurts to much, and she doesn't want to feel it anymore.
A girl who lives, who speaks with these words, shows her feeling opens her mind, talks to you:


When you reach a place, where's no love, no hope and no luck,
where nobody knows how to smile,
a place, where dust, sadness and hate are the kings,
then you know, you're in my little world.
Just show love or be my fried will help...
But you also can turn away and go,
ignore it, ignore me, ignore my pain.
Leave me alone in my little world, my little dark dammaged world, where you couldn't find love.


So she speaks.
So her life looks like.
She doesn't know what to do,
what to do with her life,
gives up herself,
throws her life away
and just leaves this world.
Nobody will miss her.
No family, no friends.
She's alone.
And so she dies.
Alone.
In the dark.
When nobody can see her last smile.
The smile on her face her leaving makes her show.

Lonely.

She crys.
The girl.
The young girl.
All alone.
Nobody's helping her.
Nobody's stoping her tears.
There are no friends, no family.
Alone in the world.
She crys.
Night and day.
Her tears wouldn't stop falling.
Week to week.
Year to year.
She doesn't know how much time's over.
She's old.
An old woman still crying.
Her hair turned grey.
And shes alone.
Her life - nearly over.
So she has no hopes.
Her future is the death.
She knows it.
Because their's nothing to live for.
When she looks back, she only sees routine.
The same every day.
Endless tears.
But she doesn't want to cry anymore,
puts her life away.
Cry her last tears.
They will fade.
Like the memories belonging to her.
'cause, nobody has a memory.
She's forgotten.
Already.

Alt alt alt :>
(Und in 'nem grausigen Englisch. Wieso auch immer ich das in Englisch geschrieben hab Oo.)

Gebrochen.

Das Glas fällt zu Boden.
Doch da ist mehr als Scherben, da ist mehr zerbrochen.
Deine Augen.
Deine Blicke.
Nichts mehr da.
Ein Blick in deine Augen.
Ich dachte, es zeigt mir dich selbst.
Aber ich kann nur mich sehen.
Wie in einem Spiegel.
Denn da ist nichts zu sehen.
Nichts über dich zu sehen.
Du bist tot.
Dein Körper lebt, deine Seele ist gestorben.
Warum?
Was hat deine Seele getötet?
Ich sehe nur einen schmerzvollen Tod in deinen Augen.
Ein gebrochener Blick.
Es tut mir weh, dich so zu sehen.
Vor einiger Zeit sah ich dich noch lächeln.
Ein richtiges Lächeln, ein glückliches Lächeln, nicht diese Maske, dein totes Lächeln, ohne jedes Glück.
Jeder Versuch dir zu helfen scheiterte.
Niemand kann dir helfen.
Nichts kann dich heilen.
Du kannst nicht mehr leben.
Du musst in dieser Starre verweilen.
Und ich kann nur den Schmerz sehen, den dir dein lebender Körper bereitet.
Deine tote Seele erzählte es mir.
... die letzte Sache, die mir deine tote Seele erzählte.

Sehnsucht.

Sehnsucht die beißt.
Sehnsucht, die mein Herz zerreißt.
Warum nach euch, warum nach dir?
Warum bist du nicht bei mir?
Ich bin hier, komm her zu mir!
Doch du bist dort.
Einer ist am falschen Ort.
Was soll ich tun, was soll ich machen?
Soll ich einfach drüber lachen?
ich versteh ja selber nichts.
weiß nur: In meinem Herzen sticht's.
Es tut so weh, ich halt's nicht aus,
muss weg von hier,
ich muss hier raus.
Doch dein Gesicht werd ich nicht los,
schreib' dein Namen an die Wand, ganz groß.
Es glänzt so schön, so herrlich rot...
Kann's kaum noch sehn, da kommt der Tod...

Herzensketten.

Du zerreißt mich innerlich,
unbewusst verletzt du mich.
ich will einfach weg von dir,
"Ist besser so!", so sag ich mir.
Doch es tut genauso weh,
als wenn ich dich immer seh.


Was soll ich tun, was soll ich machen?
Es ist so schön mit dir zu lachen!

Doch ich hab genug vom Schmerz,
genug vom Leiden für mein Herz.
Ich sollte mir wen anders suchen,
doch nichts hilft, kein Schreien, kein Fluchen.


Hast mich an dich gekettet wie einen Hund -
für mein Herz nicht grad' gesund.
Du merkst nicht, was mit mir passiert,
weil's dich gar mal intressiert.
Freundschaft ist für dich selbstverständlich,
wie es mir dabei geht, ist dir nicht erkenntlich.

Regenbogen - Älter. (;

Wenn die Himmelstränen fallen,
spür ich die Schmerzen widerhallen.
Leis' fallen sie vom Himmel runter,
genauso leis' schluck ich die Schmerzen unter.
Will schreien, will fluchen,
nur mein Glück suchen!
Doch egal wo ich such, 
ich werd es nicht finden.
Die Tropfen fallen von den Blättern der Linden.
Keiner will sehen was jeder weiß.
So bleiben die Tränen weiter leis'.
Da auf einmal kommt das Licht.
Ein Sonnenstrahl trifft mein Gesicht.
Ich lass den Schmerz jetzt einfach raus,
schrei' ihn in die Welt hinaus.
Und da fällt meine Fessel ab,
die mich hemmte und zog hinab.
Ich weiß, ich hab mich selbst belogen,
doch da seh ich in.
Den Regenbogen.



Wie gesagt, älter.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Wertlos.

Wertlos.
Der Sternenhimmel in den Augen erloschen.
Zu nichts mehr gut.
Oder gut genug.
Anderen und sich selbst.
Unsicher.
Und sie sind schuld.
Schossen mich ab auf meinem Höhenflug und ließen mich schneller in die Realität zurückkehren als mir lieb war.
Sie ließen mir keinen meiner Träume, machten mich blind und nutzlos.
Bis ich selbst nichts mehr wert war, ich mir selbst mit Gleichgültigkeit entgegentrete und mein Antlitz im Spiegel nur noch verzerrt oder gar nicht mehr wahrnehmen kann.
Sie ließen mir keine Wahl, sie entschieden für mich über mein Leben.
Sie gestalteten es und passten es ihren Gegebenheiten an.
Rücksichtlos und kalt.
Sie schlichen sich ein und zerstörten mich langsam von innen heraus, bis ich hohl war, nur noch eine hauchzarte Schicht meiner selbst am Leben war.
Nun konnten sie offen angreifen, ohne Angst haben zu müssen zu scheitern.
Der letzte Funke Leben zersprang bei der kleinsten Berührung in tausende von winzigen Splittern und regnete auf mich nieder, zerschnitt mir meine offen liegende Seele und ließ Blut und Narben zurück.
Niemand machte sich daran, die Scherben zu kehren.
Sie ließen sie liegen, befriedigt durch ihren Triumph über mich und badeten nun im Tanz der farbenfrohen Lichter, die die fallenden Scherben erzeugten.
Sie fühlten sich großartig und in ihrer Freude sah keiner von ihnen, was sie eigentlich getan hatten.
Sie hatten getötet.
Einen Menschen innerlich getötet, von Grund auf zerstört, zerschlagen, zertrümmert.
Über das feine Klingen des brechenden Glases hörte niemand meine Schmerzensschreie.
Über den Anblick der Lichter sah niemand mein Blut und meine Wunden.
Bemerkten sie wirklich nicht, was sie getan hatten?
Kälte. Nutzlosigkeit. Hoffnungslosigkeit. Wertlosigkeit. Tod.
Das ließen sie mir.
Den Rest haben sie mir genommen, auf den Scheiterhaufen geworfen und verbrannt.
Weil sie es nicht verstanden haben.
Sie tanzten im Schein des Feuers um meine verkohlten Reste.
Hauptsache ihnen geht es gut.
Egoistische Welt.
Früher oder später wird sie jeden von uns töten.
Nur die Starken überleben.
Doch stärken Enttäuschung, Trauer und Verlust nicht auch?
Warum die negativen Dinge, die doch eigentlich schaden?
Oder ist das alles nur Irrglauben?
Sind gut und schlecht dasselbe?
Wieso unterscheiden wir überhaupt, wieso lassen wir es nicht einfach?
Doch, wer wird einem wertlosen Menschen  wie mir diese Fragen beantworten?
Wer wird mir helfen zu verstehen?
Haben sie es selbst verstanden?
Was sie all diese schrecklichen Taten vollbringen lässt?
Können sie es überhaupt verstehen?
Oder hat es schon Besitz von ihnen genommen?
Wie viele werden sie noch töten, bevor sie über ihre Taten sinnen?
Werden sie jemals damit aufhören?
Haben sie Spaß daran?
Kann man an so etwas grausamen überhaupt Spaß haben?
Und warum bin ich dann die Grausame?
Sind ihre Taten nicht weitaus schrecklicher?
Sind sie so von Unverständnis geprägt?

Verlorene Freunde.

- An all die 'Freunde', die endlich ihr wahres Gesicht zeigten. -





Die Tränen auf meinem Gesicht erstarren.
Als Eiszapfen bleiben sie dort hängen.
Eure Kälte ließ sie gefrieren.
Eure Kälte alleine ließ sie auch erst fließen.
Eure Kälte lässt aber nicht nur meine Tränen gefrieren.
Auch mein Inneres gefriert.
Atem bleibt stehen, Zeit hält an, Gefangene im Moment.
Ihr ließt mich erstarren, hieltet mich gefangen.
Die gefrorenen Tränen brennen auf meinem Gesicht.
Sie brennen sich ein.
Doch nicht nur sie.
Erinnerungen.
Erinnerungen an 'glückliche' Augenblicke, in denen alles noch so normal schien.
Doch nichts ist normal.
Unser Leben ist ein Theaterstück und wir sind in den Hauptrollen gefangen, ob uns das gefällt oder nicht.
Man ließ uns keine Wahl.
Doch einige sind zufrieden mit ihrer Wahl.
Sie haben sich an ihre Rolle gewöhnt, spielen sie gut und so, wie alle es von ihnen erwartet haben.
Sie spielen.
Spielen ihr Leben.
Spielen mit Gefühlen, mit anderen Menschen.
Bedenken sie nicht einmal, dass anderen ihre Rollen eventuell nicht gefallen könnte?
Dass sie versuchen richtig zu leben und nicht nur diese Rolle spielen wollen, in denen sie mit anderen zu spielen haben oder gerade deshalb?
Merken sie überhaupt noch etwas oder hält ihre Rolle sie so gefangen?
Ist jedes Lächeln, jede Träne gespielt?
Was ist echt und was ist falsch?
Man kann niemandem mehr trauen.
Jeder Mensch kann dich verletzen wie kein Zweiter.
Doch gehört das nicht zum Leben dazu?
Oder ist das alles wieder nur gespielt?
Wissen sie überhaupt noch, was echter Schmerz ist? Echte Trauer, echte Liebe, echte Gefühle?
Wissen sie überhaupt noch, wie es sich anfühlt zu leben?
Haben sie alles vergessen?
Fragen, die niemand beantworten wird.
Und auch nicht kann.
Der wer vergisst, kann nicht unterscheiden.
Vergessen oder vergessen werden.
Leben ist egal.
Die Oberflächlichkeit gewinnt.
Doch hat es jemals einen Kampf gegeben?
Hat man sich jemals gegen sie gewehrt?
Hat man jemals unterschieden?
Und ich merke, es dreht sich im Kreis.
Das eine geht ohne das andere unter.
Leben und leben lassen.
Vergessen und unterscheiden.
Leben und Theater spielen.
Wir stecken alle mittendrin und merken es nicht.
Das Leben ließ uns erblinden.
Ist wirklich schon alles vorbei, bevor es begonnen hat?
Es wurde doch sowieso alles für uns entschieden.
Es ist so viel leichter einfach aufzugeben und die Welt geschehen zu lassen...
Bis es dann vorbei ist...
Das Unerwartete, mit dem doch alle rechnen.
Der Tod.
Der Schluss.
Das Ende.
Das Ende aller Fragen und allen Theaters.
Einfach alles.
Aus.
Das Licht erlischt.
Der Vorhang fällt.
Ende des Theaters, der letzten Vorstellung.
Und alle treten von der Bühne.
Nacheinander, nicht gemeinsam.
Jeder für sich, jeder alleine.
So wie er von der Welt verlassen wurde, wie seine Rolle es zuließ.
Und meine Rolle ist einsam.
Ihr letzter Akt naht.
Wann bin ich dran...?

Unterrichtsgedanken.

Er nahm sein Gesicht zwischen seine Hände und Blut rann seine Wange hinab.
Erschrocken starrte er seine blutenden, aufgesprungenen Finger an, die vor Schmerz brannten, dort wo sie das Gesicht des Jungen berührt hatten und er begriff.
Er zog sich von dem Jungen zurück.
Er hatte zu schreckliches getan, um weiter die reine unschuldige Seele des Jungen damit zu beflecken und beschmutzen zu dürfen.
Er musste ihn fortschicken.
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Kältewellen drückten den kleinen Körper förmlich zusammen. Er schlang die dünnen Ärmchen um den Körper und zog die Knie bis unters Kinn. Doch auch das konnte die Kälte nicht stoppen, konnte ihn nicht wärmen.
Die Kälte kam von Innen und fraß ihn auf, Er konnte nichts weiter tun, als dazusitzen und abzuwarten, wie sie ihn überwältigte und er reglos und schlaff zu Boden sank.
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Wie ein gefallener Engel schwebte er dort, knapp über dem Boden, flügellos und badete in dem schwarzen Licht und strahlte das aus, vor dem sie alle Angst hatten.
Dann sank der kleine, schwache Körper hilflos zu Boden und kein Zucken ging mehr durch seinen erschlafften Körper und seiner letzter Atemzug verhallte.
Sie selbst hielten de Atem an, verzweifelt und hoffnungslos, unwissend was sie tun konnten es aufzuhalten und darauf wartend, wen es von ihnen als nächstes zu sich nahm.
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Ihre Finger gruben sich in seine Arme.
Leer starrte er vor sich hin, blind, sie gar nicht wahrnehmend, als sie ihn anschrie, ihn anflehte und bettelte, er solle bei ihr bleiben, sie nicht verlassen.
Doch da spürte sie schon, wie sein letzter Atemzug anbrach und ihr Herz setzte aus.
Mit seinem Atem, wich auch das letzte Fünkchen Leben aus seinem Körper und seine Seele verließ ihn, ließ sie zurück mit dem toten, schlaffen Körper, dem Schock, der Trauer und den Tränen in ihren Augen.
Es wurde schwarz um sie.
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Schreiend und fluchend kämpften sie sich nach vorne, nur um zu sehen, was sie längst wussten. Trotzdem traf die Erkenntnis sie wie ein Schlag. Die letzte Hoffnung wich aus ihnen, als sie sahen, dass sie zu spät waren und alles schon lange verloren war.
Müde brach einer nach dem anderen von ihnen zusammen. Und jedem war bewusst, dass keiner von ihnen je wieder aufwachen würde.
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An ihr Bein gedrückt spürte sie den stechend heißen Schmerz, den es auslöste.
Sie trug den Beweis immer bei sich, in ihrer Tasche, und er quälte sie.
Den Beweis für seinen Tod, den Beweis für seinen Tod durch sie und diese Erkenntnis erdrückte sie.
Sie sank zu Boden und wusste genau, dass sie für diese tat dasselbe Schicksal ereilen musste. Auch wenn sie es erneut selbst tun musste.
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Blut rann an ihren Händen herunter. Es lief ihre Arme entlang und die Stellen, die es berührte, fühlten sich an als ständen sie in Flammen.
Sie konnte nicht atmen.
Sie ekelte sich selbst an, fürchtete sich vor sich selbst.
Was hatte sie getan?
Wie hatte sie so etwas tun können?
Entsetzt und geschockt schaute sie auf den leblosen Körper der zu ihren Füßen lag.
Sie hätte sich beherrschen müssen.
Panik steigt in ihr hoch und sie schrie.
Doch plötzlich wurde sie ruhig.
Das sie so von ihren Gefühlen beherrscht worden war, dürfte nie wieder vorkommen und das würde sie auch zu verhindern wissen.
Lächelnd nahm sie erneut das Messer in die Hand, an dem das frische, warme Blut noch hinablief und befreite sich von ihrer Last.

Hauptsache ich träume.

Wie herrlich sie glitzern. Wie herrlich, die Fische unter Wasser zu beobachten. Wie sie durch das gebrochene Licht der untergehenden Sonne schwimmen. Ich würde ihnen so gerne viel länger zu schauen, nur leider habe ich im Gegensatz zu ihnen keine Kiemen. Ich bekomme schon kaum noch Luft, ich muss dringend wieder auftauchen. Aber ich will ja nicht. Dort oben passieren ganz andere Dinge. Dinge wegen denen ich überhaupt nur hier hinuntergeschwommen bin, die mich aufregen, weswegen ich mich hier beruhigen muss... Ja, Wasser beruhigt mich... Ob ich am Strand sitze und einfach nur stundenlang auf die Wellen schaue oder unter Wasser den Fischen zuschaue und das Wasser um mich herum spüre, wie es mich gefangen hält, wie es mich sicher auffängt, als wollte es mich nie mehr loslassen, mich nie mehr den Strapazen der Welt darüber aussetzen... Wieso kann nicht alles so sein? Ganz einfach, weil die Welt ungerecht ist...
Langsam wird mir schwarz vor Augen. Ich war so in Gedanken versunken, das ich gar nicht bemerkt habe, das ich am Ertrinken bin... Ertrinken ist ein schönes Gefühl. Ich würde gerne Ertrinken... Aber irgendetwas zieht mich nach oben... kein Mensch, eine Kraft, die mich wie magisch anzieht, die mir befiehlt wieder aufzutauchen... was ist diese Kraft? Was beeinflusst mich so?
Das Wasser tropft von meiner Nasenspitze, während ich langsam auf den Strand zuschwimme und versuche die Schreie hinter meinem rücken zu ignorieren. Im Schatten der großen Trauerweide liegt mein Handtuch. Ich gehe darauf zu und setze mich. Langsam drehe ich mich um und blicke dem Grund, wegen dem ich überhaupt ins Wasser gegangen bin entgegen.
Feuer. Menschen. Schreie. Tod. Es riecht süßlich wenn man Menschen verbrennt. Mir wird schlecht. Aber trotzdem... der Anblick ihres Todes hält mich gefangen. Ich kann nicht wegschauen, weil sie alle sterben... Alle auf den Scheiterhaufen geworfen. Nur weil sie es nicht verstanden haben. Wollten sie es nicht verstehen oder konnten sie es nicht? Ich glaube, diese Frage werden sie mir nie wieder beantworten können... Ein letzter Schrei... nun ist dort nur noch Asche... und ein paar Knochen. Ich glaube die werden meinem Hund schmecken. Das Feuer wird gelöscht. Jetzt bin ich die einzige von ihnen die überlebt hat. Nur weil ich verstanden habe. Irgendwie tut es mir Leid, das sie so geendet sind, aber ich meine, ich habe versucht es ihnen klar zu machen, ich habe versucht ihnen zu helfen zu verstehen und trotzdem konnte ich ihnen nicht helfen. Also haben sie es doch irgendwo verdient zu sterben. Weil sie ignorant waren. Eingebildet, egoistisch, arrogant, hinterhältig, unberechenbar, gnadenlos, verlogen, böse...
Aber macht es mich nicht zu einem genauso schlimmen Menschen, wenn ich ihnen auch den Tod gewünscht habe und einfach nur dabei zugesehen habe, wie sie starben? Leute die eigentlich meinten sie seien meine Freunde und es dann doch nicht waren... Trotzdem, möchte ich wirklich auf dieselbe Stufe wie sie gestellt werden? Nein! Lieber sterbe ich... und ich sehe ein, das ich auf der selben Stufe wie sie stehe... Wie oft habe ich mitgemacht, wenn sie etwas unrechtes taten... Wie oft hätte ich nicht einfach nur wegsehen sollen, wenn sie etwas taten, was mir nicht passte... Wie oft hätte ich...- Ich könnte mich soviel fragen und würde doch nur immer sicherer werden... Ich bin genauso schlimm wie sie alle. Ich verdiene ebenso den Tod.
Mit diesem Entschluss erhebe ich mich doch langsam wieder von meinem schattigen Platz. Die zeit ist gekommen. Wie in Trance schwebe ich auf das Wasser zu, das schon beruhigend und tröstlich seine Arme mir entgegenstreckt. Es empfängt mich herzlich wie immer und nimmt mich mit... diesmal muss es mich nicht wieder loslassen, diesmal widerstehe ich der Kraft an Land und lasse mich vom Wasser einfach hinabziehen... Welch eine Erlösung, endlich dieses berauschende Gefühl des Ertrinkens, alles hinter mir lassen und mein kurzes Leben Revue passieren lassen, bis alles im Schwarz versunken ist... genau wie ich.

Friedhof.

Unfähig zu lieben.
Ich hab es nie gelernt.
Von wem auch?
Wer soll es mir beibringen, wenn sie es selbst nicht können?
Wer soll es mir beibringen, wenn das hieße, dass sie Liebe mir gegenüber zeigen müssten?
Dinge der Unmöglichkeit.
Sie können so alltäglich sein, dass keiner sie in Erwägung ziehen würde.
Kann man lieben überhaupt lernen?
Kann ich lieben?
Bin ich so herzlos?
So gefühlskalt?
Einsicht trifft zu, wie der Glockenschlag.
Gefühlskalt.
Herzlos.
Gefühle im Aus, Herz außer Betrieb.
Ein innerer Tod alles weitere.
Meine Seele ist ein Friedhof.
Du stehst dort.
Dichter Nebel liebkost dich, umwabert dich, dicht und undurchdringlich.
Dunkelheit zieht dich in ihren Bann, lockt dich tiefer in düstere Gefilde ohne Entkommen.
Kälte lässt dich erzittern, ertränkt dich und lässt dich kein Gefühl von Glück mehr spüren.
Mein Friedhof lässt dich sterben.
Warum bist du nicht umgekehrt, Fremder?
Warum hast du die Warnung an den Toren missachtet?
Bist barfuß weiter über Scherben gestolpert und hast dir die Füße zerschnitten, deine Blutspur hinterlassen?
Was hast du gehofft vorzufinden?
Leben?
Wärme?
Glück?
Liebe?
Stumpfe Blicke.
Kalt, leer.
Tief und hoffnunglos.
Verzweifelnd.
Zeigten sie dir nicht schon dein Ziel?
Du bist einfach weitergelaufen, naiv in dein Unglück.
Du gerietest in meinen Bann, machst dich mir selbst zum Opfer.
Alles saug ich dir ab, bis dir zum Schluss nichts mehr bleibt.
Tod. Verderben. Einsamkeit. Hoffnungslosigkeit. Kälte.
Du warst nicht darauf vorbereitet, sie ertränken dich.
Nun musst du mit mir untergehen, dein Schicksal ist besiegelt.
Du berührtest mich , sahst mein Inneres.
Und dort bist du nun Gefangener.
Du sitzt in meinem Gefängnis.
Ich brauche weder Gitter, noch Zelle.
Ich brauche keine Mauer keine Mauer, kein Wasser und keine Wärter um dich dort zu behalten.
Du bist Gefangener meines Herzens, des schlimmsten Gefängnisses, dass es für einen Menschen gibt.
Du fügst dich ein.
Ein weiteres Grab wird ausgehoben.
Der Friedhof größer.
Nun liegst auch du dort begraben.
Und mit dir, erneut ein Teil von mir selbst.
Meine Hoffnung kleiden dich, auch wenn sie unter der Erde niemand mehr sehen kann.
Meine Träume betten dich, denn sie zerplatzten wie Seifenblasen und fielen in sich zusammen.
Nur die Rose in deiner Hand, die bleibt erhalten.
Denn meine Liebe flammt auch unter der Erde weiter für dich und begleitet dich, wo auch immer du dann wandelst, als dass einzige. was dich nie verlassen wird.
Und wieder bleibe ich zurück, erneut beraubt um einen Teil meiner selbst.
Wieder ein Stück ärmer, wieder ein Stück verzweifelnder, wieder ein Stück weniger.
So leerte sich mein Inneres nach und nach, bis nur noch die Äußere Hülle blieb.
Leer und tot fristet sie vor sich hin und kennt weder Aus - noch Umweg
Verloren in dem ewigen Durcheinander aus Gräbern, Erde, Knochen und Fäulnis.
Verirrt in ewiger Düsternis, Kälte und Verzweiflung.
Jedes Licht, das auf dem Friedhof entbrennt, erlischt in meinem Inneren.
Bis nur noch die Dunkelheit mir Gesellschaft leistet und ich blind umhertappe, ohne die Wände zu sehen, auf die ich zulaufe.
Gefangene im Labyrinth.
Der Ausweg verbaut.
Verbaut mit Gräbern.
Bis ich irgendwann selbst in einem liege.
Endlich am Ziel meiner Reise, den Weg hinter mich gebracht, die Suche vollendet.
Und wenn dann das letzte Licht auf dem Friedhof hell strahlt, kehre ich mich von allem ab und gehe erneut auf das Dunkel zu.
Doch diesmal keine Wand, die mich abhält.
Ich setze meinen Weg fort, bis zum letzten Atmezug, dessen Verhallen, das Ende, das Ziel, die Erlösung verspricht und mich nie wieder den Friedhof betreten lässt.
Und auch niemand anderen.
Der Friedhof ist voll, die Tore geschlossen.
Kein Platz mehr.
Und so gerät er in Vergessenheit.
Genau wie ich.
Verwest, verkommen, verkümmert.
Niemand kümmert sich darum, bis sie darüber stolpern.
Doch dann ist es zu spät.
Unrettbar beschädigt.

Erinnerungen...



Ich lehne mich an und lächle. wie oft ich hier schon saß.
Doch niemals wie jetzt.
Niemals allein.
Niemals mit Tränen in den Augen.
Niemals einfach nur den Blättern beim Fallen zuschauend.
In der Vergangenheit schwelgend.
Denn mehr ist mir nicht geblieben.
Alles weg.
Kaputt, zerstört, es fehlt oder ist falsch.
Nichts ganzes und nichts halbes.
Nichts was mir hilft,
Und ich bin einsam.
Nur einsam.
Niemand mit dem ich diese sorge teilen könnte.
Aber bin ich nicht selbst schuld?
Ich habe mich abgewandt.
Ich habe es nicht mehr ertragen.
ich war so dumm.
ich war so kaputt.
Und bin es immer noch.
Sogar noch mehr.
Bin ich fähig mich zu ändern?
Wieso bin ich da?
Ich verzweifle.
Die Erinnerungen wandeln sich.
Was schön war ist jetzt hässlich verzerrt, weil sich die Maske aus Wut, Trauer und Schmerz darüber gelegt hat.
Du bist schuld!
Du hast alles kaputt gemacht!
Hatte ich es verdient?
Wenn, dann hattest du es verdient!
Du hast immer alles kaputt gemacht.
Uneinsichtig.
Du dachtest du wärst fehlerlos?
Du bestehst nur aus Fehlern!
Es war alles ein einziger Fehler...
Ein Fehler und alles ist weg.
Und wieder fühle ich mich einsam.
ich lasse meinen tränen freien Lauf.
Es fängt an zu regnen.
Der regen wäscht die Tränen wieder fort.
Doch trotzdem wird nichts besser.
ich werde nass, doch es ist mir egal.
Durchweicht. Unterkühlt. Zitternd. Verzweifelnd.
So sitze ich da.
Weiß nicht mehr, was ich tun kann.
Ich komme nicht vor, nicht zurück.
Ich stecke fest und weiß nicht weiter.
Und eine weitere Welle der Einsamkeit droht mich zu ertränken, als mich die Erkenntnis trifft, dass mir auch niemand helfen wird.
Ich schreie und höre es nicht einmal mehr.
Schreie der Verzweiflung, die niemand hört, egal wie laut oder oft ich schreie.
Ihnen wird erst ein ende bereitet, als meine Stimme mir versagt.
Jetzt ist nur noch das Geräusch der fallenden Regentropfen da.
Meine Hoffnung schwindet, dass Licht erlischt.
Und ich sitze da, unter dem Baum. Im Regen. Im Dunkeln.
Allein.
Zwei Schmetterlinge die um die Wette fliegen und mit ihrer Pracht strahlen.
Zweisamkeit. Schönheit. Ausstrahlung.
Dinge, die ich nie erhalten werden und auch nie hatte.
Doch sind sie wichtig?
Alle reden es mir ein, alle lassen es mich glauben.
Ist es nicht wichtiger ganz zu sein?
Wie ein zersprungener Spiegel, ein zerschlagenes Glas, eine zerstörte Welt, liege ich in Trümmern, in Scherben.
Und niemand sieht es, bis sie sich daran die Finger zerschneiden.
Bevor es ihnen nicht die Haut zersticht, das Blut an ihren Fingern herabläuft, bemerken sie es nicht, wollen es nicht bemerken, sehen es nicht, wollen es nicht sehen, verschließen sich gegen die Realität.
Und niemand da, um die Scherben aufzukehren, die Trümmer zu räumen, etwas neues zu erbauen.
alles bleibt so, wie es ist.
In bin kaputt. Zerstört. Und keiner merkt's.
Ich wünschte, ich könnte meine Augen ebenso vor der Realität verschließen.
Ein falsches Lächeln lächeln und so tun als wäre nichts.
Wie bisher.
Doch es geht nicht mehr.
Die Fassade bricht.
Ich kann sie nicht mehr aufrechterhalten.
Ich halte dem nicht mehr stand.
Der Druck rollt über mich hinweg und reißt mich mit sich, zieht mich hinab in die Tiefe.
Spült mich an Land und lässt mich dort liegen. Sterben.
Alleine.
Langsam.
Qualvoll.
Und niemand kann es verhindern, da niemand weiß, dass es passiert.
Keine Hoffnung, keine Zukunft.
Nur noch der Tod, nach dem ich mich langsam sehne, da er das einzige zu sein scheint, dass mich von meiner Qual befreien kann.
Er streckt mir seine Finger entgegen und ich opfere meine letzte Kraft, um schneller zu ihm zu gelangen, zu ihm, der mich aufnimmt, bei dem es egal ist, dass ich allein bin, bei dem die Erlösung wartet, der mir einen sicheren Ort verspricht.
Ich gebe mich ihm ganz hin, in dem Bewusstsein, nicht mehr länger widerstehen zu können, nicht mehr länger widerstehen zu wollen.
Und als alles um mich herum dunkel und taub wird, versiegen endlich meine tränen und lächle ein letztes Mal.
Und da liege ich dann.
Mit der Tränenspur und dem Lächeln im Gesicht.
Das tote Mädchen unter dem Baum.
Und bin selbst nur noch eine Erinnerung.

EgalEgalEgal!

Und du weißt, es wäre allen scheißegal und wünschst dir nur noch du wärst ganz woanders.
Nennst du es dann gelungen?
Nennst du es dann gut?
Weißt du dann nicht genau, es bringt sowieso nichts?
Wieso tust du es dann?
Es ist Unsinn, aber es ist richtig.
Aber wie kann etwas richtig sein, dass sich so falsch anfühlt?
Ist das Schicksal?
Wieso willst du es?
Ist das Bestimmung?
Wieso hoffst du noch?
Ist es nicht sowieso alles egal?
Bist du nicht sowieso nur Staub im Wind?
Asche in ihrer Erinnerung?
Bist du nicht egal...?

Blutende Herzen.

- Für die blutenden Herzen, die nicht mehr auf Heilung hoffen. -


Der Wahnsinn trägt einen neuen Namen.
Und dieser Name lautet Liebe.
Das schönste und grausamste Werkzeug zu gleich.
Heilender Balsam und pures Gift zugleich.
Nur sie kann Leben retten, um sie im nächsten Moment wieder zu zerstören.
Ihretwegen laufen mehr Tränen, als alle Flüsse der Welt an Wasser umfassen.
Ihretwegen wird mehr Blut als in jedem Krieg vergossen.
Doch, ist Liebe nicht auch ein Krieg?
Ein Krieg mit sich selbst und mit anderen?
Ein Krieg in dem schlimmere Waffen als jede Atombombe ans Licht rücken?
Zerreißende Sehnsucht, quälender Schmerz, grausame Gedanken, die Herzen zerfetzen, sie in Stücke reißen und blutende Reste und klaffende Wunden zurücklassen.
Scherben um die sich niemand kümmert.
Träume, die nie erfüllt werden.
Liebe, die zerstört.
Doch, ist Liebe nur schrecklich?
So viele Träumen von der Liebe, schwärmen von diesem Gefühl, schweben auf Wolke 7.
Doch überall folgt dem Hoch ein Tief.
Das Leben ist eine Achterbahn.
Wie auch die Liebe.
Im einen Moment hast du das Gefühl, du könntest jeden Stern berühren und im nächsten Moment zerfällt alles, platzt wie eine Seifenblase und lässt dich hart in der Realität aufschlagen, lässt dich blutend und mit offenen Wunden liegen.
Lohnt es sich dafür zu lieben?
Sollte man nicht meiden, was einem schadet?
Überall denken die Menschen nur an ihre eigene Verwundbarkeit und meiden dann alles aus Angst.
Doch das, was sie mehr als alles andere verletzen kann, empfangen sie mit offenen Armen, erwarten, erhoffen es.
Angst vor der Liebe hat niemand.
Sie merken erst, was sie sich antun, wenn es bereits zu spät ist, wenn es keine Hoffnung mehr für sie gibt, wenn sie sich schon kopfüber ins Verderben gestürzt und sich selbst in die Hände des Teufels gegeben haben.
Blind vor Liebe.
geblendet von der Liebe.
Liebe macht blind.
Sie kann einen Menschen mehr schädigen, als jede Gewalt, kann einen Menschen schneller brechen, als jede Folter, kann ein Leben schneller zerstören als alles andere.
Wieso will man so etwas?
Hofft man wirklich jedesmal naiv auf "die große Liebe"?
Denkt man jedesmal, dass es keine Enttäuschung geben kann?
Dieses Gefühl von Glück und Geborgenheit ewig anhält?
Oder will man einfach nur dem grauen und freudlosen Alltag, den tristen und hoffnungslosen Versuchen zu leben, der grausamen und hässlichen Welt zu entkommen?
Doch egal, was in der Welt geschieht, nichts ist doch so grausam wie die Liebe.
Sie hält dich gefangen, macht dich verletzlich, sperrt dich in die dunkelste Zelle und lässt dich leiden.
Eiskalt.
... Doch gehört Enttäuschung nicht dazu?

Absturzgedanken.

Merkt ihr nicht, wie sie unter dem Druck zusammenbricht?
Wie sie an euch kaputtgeht?
Niemand schaut hinter die Fassade...
Alle sehen ein lächelndes, glückliches Mädchen,
weil alle Angst haben, die Wahrheit zu sehen.
Angst zu sehen, was sie aus dem Mädchen gemacht haben.
Ein zerstörtes Etwas.
Ein kaputtes Wesen, ohne Liebe, ohne Glück.
Ein trauriges Kind, das vergessen hat, wer es ist,
weil es versucht sich anzupassen, um nicht alleine dazustehen.
Und das so viel lieber es selbst sein würde, aber es nicht mehr kann,
weil niemand weiß wer es wirklich ist...
Sie haben Angst davor zu sehen,
wie sie enden könnten...
vor dem, zu dem sie fähig sind,
was sie angerichtet haben.
Sie haben Angst vor der Wut und Verzweiflung in ihren Augen, ihrem Gesicht...
Angst vor dem Zorn, den es an ihnen auslassen wird,
Rache wird kommen,
Bittersüß,
sie alle werden leiden,
genau wie sie unter ihnen litt.
Jeder einzelne bekommt es zurück, niemand wird verschont.
Sie sollen sehen,
wie kaputt sie sie gemacht haben...
Kaputt, durch ihren Hass, ihre Wut, ihren Zorn, ihren Schmerz, ihr Leid, ihre Sorgen, ihre Angst...
Niemand bemerkt die Gemütstiefe des Mädchens, weil es stur seine Fassade aufrecht erhielt.
Hat sich aber auch nur einer von ihnen Gedanken gemacht, wie es ihr dabei geht?
Nein, alle denken nur an sich selbst.
Das eigene Wohl, das eigene Leid, das eigene Leben.
Immer ist man sich selbst am wichtigsten.
Nur bei dem Mädchen nicht...
Sie stellte ihre eigenen Sorgen, Leiden, Probleme,... alles in den Hintergrund, nur um für andere da zu sein...
und machte sich letztendlich nur selber mit kaputt...
Zerstört, verlassen, verzweifelt, allein, traurig, verletzt, leidend, tot...
Alles.
Niemand da.
Niemand zum anvertrauen.
Niemand zum reden.
Sie hat es verlernt.
Sie war für andere da und nie ür sich selbst.
Jetzt bricht alles aus.
Der Druck rollt einer Welle gleich über sie hinweg, überschwemmt, ertränkt sie...
Weggespült...
Sie sucht, schreit nach Hilfe, doch findet nichts... nur das Wasser...
Sie opferte sich für alle anderen und niemand bemerkt es.
Innerlich - tot.
Äußerlich - lebend... für alle anderen...
Wo existiert sie nun?
Nicht hier, nicht dort... - nirgends.
Weg.
Ausgelöscht.
Vergessen?
Wer würde es merken?
Würde an sie denken, sie gar vermissen, wenn sie nun weg wär?
Würden sie sich fragen warum?
Würden sie merken, das sie schuld sind?
Würden sie sie für dumm halten, weil sie nicht darüber gesprochen hat?
Hat sie doch aber!
... oder es zumindest versucht.
Es hört nur niemand zu...
Egoismus.
Er steuert diese Welt...
"Jeder ist sich selbst der Nächste."
Warum lebt ihr alle danach?!
Sind eure Seelen schon verkauft?
Lebt ihr noch?
Zweifel...
nicht nur in ihr..
alle zweifeln...
an ihr, an sich, der Welt, der Menschheit, dem Leben...
Wozu leben?
Leben heißt Schmerz, Leid, Not, Verzweiflung, Verderben... Tod.
Gesund?
Nein.
Psyche versagt.
Alle wundern sich.
Nur ihr war es klar.
Alles geht zu Ende...
Alles geht kaputt...
Sie merkt es doch...
Sie stirbt...
Nicht heute, nicht morgen, jeden Tag...
Und jeden Tag ein bisschen mehr...
Wann wird es zu Ende sein?
Niemand weiß es...
Aber für jeden kommt das Ende...
Und wenn ihres schon mit 15 sein soll, wird es wohl so geschehen...
Kein Eingriff, keine Änderung.
Nicht ihrerseits, nicht andererseits.
Unfähigkeit.
Unfähig zu lieben?
Definiere Liebe.
Sie liebt, sie lebt, sie lacht.
Doch wirklich?
Sie weiß es selbst nicht mehr.
Was ist richtig, was ist falsch?
Alles oder nichts?
Schwarz oder weiß?
Hell oder dunkel?
Die Welt ist voll von Kontrasten...
und in jedem steckt sie mittendrin...
weder zu den einen, noch zu den anderen...
kein Ausweg.
Sie will niemanden verletzten...
Was soll sie nur tun...?!
Verzweiflung...
Kein Vor, kein Zurück.
Stecken geblieben.
Kein Hier, kein Jetzt.
Gestern und morgen.
Kreislauf.
Teufelskreis.
Gefangen?
Vielleicht.
Jedenfalls findet sie den Ausweg nicht...
oder kommt er noch?
Doch nicht allein...
Es wird nicht enden...
Nur ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihre Verzweiflung, ihr Herzschlag...
das alles wird enden...
Und sie hat das Gefühl, das dieser Moment nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen wird...

... nun ratet, wer ist dieses Mädchen...?!