- Für die blutenden Herzen, die nicht mehr auf Heilung hoffen. -
Der Wahnsinn trägt einen neuen Namen.
Und dieser Name lautet Liebe.
Das schönste und grausamste Werkzeug zu gleich.
Heilender Balsam und pures Gift zugleich.
Nur sie kann Leben retten, um sie im nächsten Moment wieder zu zerstören.
Ihretwegen laufen mehr Tränen, als alle Flüsse der Welt an Wasser umfassen.
Ihretwegen wird mehr Blut als in jedem Krieg vergossen.
Doch, ist Liebe nicht auch ein Krieg?
Ein Krieg mit sich selbst und mit anderen?
Ein Krieg in dem schlimmere Waffen als jede Atombombe ans Licht rücken?
Zerreißende Sehnsucht, quälender Schmerz, grausame Gedanken, die Herzen zerfetzen, sie in Stücke reißen und blutende Reste und klaffende Wunden zurücklassen.
Scherben um die sich niemand kümmert.
Träume, die nie erfüllt werden.
Liebe, die zerstört.
Doch, ist Liebe nur schrecklich?
So viele Träumen von der Liebe, schwärmen von diesem Gefühl, schweben auf Wolke 7.
Doch überall folgt dem Hoch ein Tief.
Das Leben ist eine Achterbahn.
Wie auch die Liebe.
Im einen Moment hast du das Gefühl, du könntest jeden Stern berühren und im nächsten Moment zerfällt alles, platzt wie eine Seifenblase und lässt dich hart in der Realität aufschlagen, lässt dich blutend und mit offenen Wunden liegen.
Lohnt es sich dafür zu lieben?
Sollte man nicht meiden, was einem schadet?
Überall denken die Menschen nur an ihre eigene Verwundbarkeit und meiden dann alles aus Angst.
Doch das, was sie mehr als alles andere verletzen kann, empfangen sie mit offenen Armen, erwarten, erhoffen es.
Angst vor der Liebe hat niemand.
Sie merken erst, was sie sich antun, wenn es bereits zu spät ist, wenn es keine Hoffnung mehr für sie gibt, wenn sie sich schon kopfüber ins Verderben gestürzt und sich selbst in die Hände des Teufels gegeben haben.
Blind vor Liebe.
geblendet von der Liebe.
Liebe macht blind.
Sie kann einen Menschen mehr schädigen, als jede Gewalt, kann einen Menschen schneller brechen, als jede Folter, kann ein Leben schneller zerstören als alles andere.
Wieso will man so etwas?
Hofft man wirklich jedesmal naiv auf "die große Liebe"?
Denkt man jedesmal, dass es keine Enttäuschung geben kann?
Dieses Gefühl von Glück und Geborgenheit ewig anhält?
Oder will man einfach nur dem grauen und freudlosen Alltag, den tristen und hoffnungslosen Versuchen zu leben, der grausamen und hässlichen Welt zu entkommen?
Doch egal, was in der Welt geschieht, nichts ist doch so grausam wie die Liebe.
Sie hält dich gefangen, macht dich verletzlich, sperrt dich in die dunkelste Zelle und lässt dich leiden.
Eiskalt.
... Doch gehört Enttäuschung nicht dazu?
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